Die Olivenölproduktion hat in Italien eine jahrhundertealte Tradition. Besonders in Kalabrien, wo Sonne, Meeresbrisen und fruchtbare Böden ideale Bedingungen schaffen, entstehen einige der aromatischsten Olivenöle des Landes. Auch wir sind hin und wieder bei unserer eigenen Olivenölproduktion in Mandatoriccio dabei – ein Erlebnis, das jedes Mal aufs Neue fasziniert.

Olivenhaine in Kalabrien: Landschaft & Pflege
Die Olivenhaine erstrecken sich über sanfte Hügel und terrassierte Landschaften. Viele Bäume sind mehrere hundert Jahre alt und tragen Früchte von außergewöhnlicher Qualität.
Damit die Oliven optimal gedeihen, werden die Bäume regelmäßig gepflegt und beschnitten. Im Frühling blühen sie, im Sommer reifen die Früchte von kräftigem Grün zu tiefem Lila oder Schwarz.
Die Ernte: Tradition trifft moderne Technik
Die Erntezeit im späten Herbst oder frühen Winter ist entscheidend für die Qualität des Olivenöls. In Kalabrien wird traditionell mit Netzen gearbeitet, die unter den Bäumen ausgelegt werden. Die Oliven werden entweder per Hand oder mit Rüttelmaschinen geerntet – je nach Gelände. Steile Haine lassen oft nur Handarbeit zu. Die Früchte fallen auf die Netze, werden gesammelt, sortiert und anschließend gewaschen. Saubere Oliven sind die Grundlage für hochwertiges Öl.

Von der Olive zur Ölmühle: Verarbeitungsschritte
Nach der Ernte beginnt die eigentliche Olivenölherstellung:
- Zerkleinern: Die Oliven werden zu einer Paste verarbeitet – früher mit Steinmühlen, heute meist mit Edelstahlzerkleinerern.
- Malaxation: Die Paste wird langsam gerührt, damit sich die Öltröpfchen verbinden.
- Pressen oder Zentrifugieren:
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- Pressen: hydraulisch oder mechanisch
- Zentrifuge: moderne, effiziente Trennung von Öl, Wasser und Feststoffen
- Filtration & Ruhephase: Das frische Öl wird von Sedimenten getrennt und in dunklen Behältern gelagert.
- Abfüllung: Extra natives Olivenöl (EVOO) entsteht ohne chemische Zusätze – rein, aromatisch und reich an Nährstoffen.
Mediterrane Pausen: Genuss während der Ernte
Zwischen den Erntearbeiten gibt es die typischen kalabrischen Pausen: Salsiccia, luftgetrockneter Schinken, Käse, Brot und ein Glas des eigenen Rotweins. Unter schattigen Bäumen wird gegessen, gelacht und über die besten Bäume und Techniken gesprochen. Die Olivenernte verbindet Menschen, Natur und Tradition.
Fazit: Ein Stück mediterrane Kultur
Vom sonnenverwöhnten Olivenhain bis in die heimische Küche – Olivenöl trägt die Essenz Kalabriens in sich. Die Herstellung ist eine Liebeserklärung an die Natur und an die Menschen, die diese Tradition bewahren.
Tanti saluti,
Ramona und Saverio
Copyright: SaRa-Turismo






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Hartmut (Donnerstag, 09 Juli 2026 18:34)
Mit soviel Liebe gemacht, - da verzehrt man diese kleinen Kostbarkeiten beim nächsten Mal mit noch mehr Andacht !, - Danke an Saraturismo für die Einblicke !�✌️